Licht und Schatten beim SC Waldbronn. Die 3. Runde der Verbandsspiele hinterlässt gemischte Gefühle.

 

SC Waldbronn : SC Untergrombach II   3½ : 4½

In der Landesliga trat die 1. Mannschaft zuhause als Favorit gegen die 2. Mannschaft von Untergrombach an. Zunächst verlief alles nach Wunsch. Am 6. Brett legte Dr. Müller-Imm rasch ein Remis vor. Prof. Hagen gewann bald Material, opferte eine Figur zurück und siegte kurz und bündig im Mattangriff. Viktor Österle setzte seine Gegnerin so stark unter Druck, dass sie in hoher Zeitnot die Dame einstellte und sofort aufgab. Damit stand es 2,5 : 0,5. Dann aber ging das 3. Brett verloren. Am 2. Brett geriet Thomas Kapfer in hohe Zeitnot, behielt jedoch die Ruhe und machte Remis. Am 5. Brett landete Waldbronn in einem unhaltbaren Bauernendspiel, und damit war der schöne Vorsprung dahin. Am Spitzenbrett hielt Torsten Franz ein schwieriges Endspiel unentschieden, aber am 4. Brett war die Partie für Waldbronn nicht zu halten. Damit lautete das betrübliche Endergebnis 3,5 : 4,5 für Untergrombach.

Ettlingen IV : Waldbonn II   3½ : 4½

Besser machte es die 2. Mannschaft, die als Favorit auswärts gegen die 4. Mannschaft von Ettlingen angetreten war: da man dort an sieben Brettern DWZ-technisch besser besetzt war wie der Gegner und zwar mit im Durchschnitt 130 DWZ Punkten pro Spieler, sollte man eigentlich gewinnen, aber die Punkte müssen eben immer erst verdient werden. Und so geschah es auch, dass man durch einen Fehler am 6. Brett zunächst einmal einen Punkt hinten lag. Danach musste Georg Donkoff in ein Remis einwilligen: obwohl er leicht besser stand, konnte man diese Partie nicht mehr gewinnen. Auch Yilin Xu willigte danach in ein Remis ein. Danach konnte Thilo John ebenfalls ein Remis erzielen - er hatte als einziger einen DWZ stärkeren Gegner, sodass wir für dieses Remis besonders dankbar sein müssen, aber Waldbronn lag immer noch einen Punkt hinten. Als nächstes musste Werner Hagenbrock ebenfalls in ein Remis einwilligen: er hatte seinen Gegner zwar sehr gut unter Druck gesetzt, dieser verteidigte sich aber sehr gut, sodass Werner nach einer Vereinfachung keine Möglichkeit mehr sah.
Nun kämpfte noch Wolfram Neidhardt in einer sehr komplexen und schwer zu überblickenden Stellung, Bruno Obert mit drei Bauern auf zwei Flügeln verteilt und einem Läufer gegen einen Turm und einen Bauern und Clemens Linowski mit einer leicht besseren Stellung, die aber nicht unbedingt nach Gewinn aussah. Doch nach einiger Zeit konnte Wolfram seinen Gegner taktisch aushebeln, sodass man endlich gleichzog, aber das Ziel war ja zu 'gewinnen', sodass in den beiden letzten laufenden Partien noch ein Sieg geholt werden musste!
Clemens hatte inzwischen mehrere Remis-Angebote seinen Gegners abgelehnt und versuchte seine Stellung weiter zu verbessern: beide Spieler hatten noch 5 Bauern: Clemens mit einem Springer und sein Gegner hatte einen Läufer, der aber die Stellung immer wieder hielt. Dann konnte Bruno endlich mit einem entscheidenden Absperrzug - gedeckt vom Bauern auf der vorletzten Reihe - den gegnerischen Turm vom Einzugsfeld fernhalten, sodass sein Gegner aufgeben musste und es nun 3:4 für Waldbronn stand! Daraufhin willigte auch Clemens in ein Remis ein, da man damit auf 4½ Punkte kam und somit den Mannschaftssieg nach Hause bringen konnte.

Waldbronn III : Karlsbad   3½ : ½

Ohne Zitterpartien verteidigte die 3. Mannschaft ihren 1. Tabellenplatz gegen SF Karlsbad. Mit Unterstützung von Richard Kapfer, der an Brett 1 nach dreistündigem Spiel souverän gewann, war der Erfolg gesichert, zumal davor Dagobert Frik schon gewonnen und Dominik Heinz ein Remis erkämpft hatten. Patricia Kapfer gewann ihre Partie nach langem Kampf in einem strategisch gut geführten Bauernendspiel und erhöhte damit den Endstand auf 3,5 : 1,5 Brettpunkte.